Salbader: Nummer 37 - Das elektrische Heft
Neuer Salbader Nummer 37/2006 ist im Internet erschienen.
»Vanity Fair«, erklärt Chefredakteur Ulf Poschard, »setzt auf die revolutionäre Elite.« Der Salbader tut das schon längst. Nun werden wir ja sehen, ob die krawattentragenden Lifestyleschnösel mit Büros »Unter den Linden« uns auch nur einen einzigen, unserer immer für ordentliche Revolutionen offenen Leser abjagen können. Also ordentliche Revolutionen, und nicht schon wieder nur ein revolutionäres Wohlfühlkonzept der Wollfilzpuschenindustrie.
»Vanity Fair«, solche wie ihr, die kommen und gehen. Der Salbader aber, verortet jenseits aller Moden und Trends, der wird bleiben! Hochglanzdruck gegen gediegenes Mattpapierdesing? Schreiend bunte Reklamestrecken gegen solide Alltagserkundung? Wir hätten uns endlich mal einen würdigeren Gegner auf dem berliner Pressemarkt gewünscht.
Den Salbader Nr. 37 gibt es ab jetzt endlich aktuell im Netz.
Kurzinhalt
Spider schreibt: »Wenn die Frau zickig reagiert, deutet das auf Schwangerschaft hin.« Und was daraus werden kann, das wissen wir alle - Kinder! Heiko Wernig bekommt deshalb sogar Anstands-»Besuch vom Jugendamt«. Wir alle ahnen, dieser Salbader gehört nicht uns, wir haben ihn nur von unseren Kindern geborgt, Andreas Scheffler konstatiert hingegen, nur weil man wisse, wie das Kindermachen ginge, müsse man das schließlich noch lange nicht tun.
Ein Heft voller Lebenshilfe: Obstaussprechenlernen (H. Husen), Wahlzettel vollschmieren (J. Witte), Gott sein müssen (B. Bjerg) und miese Laune im Bio-Supermarkt abreagieren (D. Böhle). Dazu Technisches über Sofas, Ventilatoren, Unistudien, Biergärten und Schwerkraft, und auch Politisches über Arbeitsämter, Schweine, Sachsen-Anhalt und Ahnes eigenen 9. November 1989. Also einfach wieder alles, was man jetzt gerade so wissen muß.

Die Illustrationen sind diesmal von Flix.