Selen Telesz: Fernsehn? Ich tu's!!!
Heute: Alf

Wer wie ich das Fernsehen nicht nur zum blinden Konsum von hirnlosen, pseudokritischen und doch nichtsnützigen Diskussionssendungen benutzt; solchen öffentlich-rechtlichen oder privatkapitalistischen Zeitvertreiben, in denen der Bürger fragt warum die Butter teurer wird, und der parteipolitische Experte ihm mit hohem Unterhaltungswert äußerst wortreich charmant verschweigt, warum er (der Bürger natürlich) davon sowieso nix versteht.
Wem solche multivisuellen Sprachejakulationen nicht nur ein Rückwärtsdenken, sondern auch ein Rückwärtsessen aufzwingen, der wird sich wie ich kaum der aufwallenden Erregung erwehren können, mit welcher eine wirklich treffend die gesellschaftlichen Probleme aufarbeitende Serie uns beglückt.
Eine solche Serie ist zweifelsohne "Alf". Was macht denn diesen Alf so beliebt? Ist er etwa ein liebenswürdiger Kerl, den man einfach gern haben muß? Mitnichten.
Alf ist die Versinnbildlichung von etwas, was alle beschäftigt, aber keiner beschreiben kann. Er ist der Musterasylant.

Bei Nacht und Nebel wanderte er, natürlich illegale im Sturzflug mit seinem Raumschiff bei den Tanners, der gezwungenermaßen asylgebenden Familie, ein. Dort besteht sein Tagesablauf nun im wesentlichen nur noch aus Schlafen, Fernsehen und vor allem Fressen. Die Tanners, Vater Willi arbeitet natürlich beim Sozialamt, werden von diesem unproduktiven Schmarotzer an den Rand ihrer finanziellen Belastbarkeit gebracht. Die Lebenshaltungskosten haben sich durch die "Alfhaltungskosten" vervielfacht, ständig sind kostspielige Reparaturen notwendig, da der Fremdling, zumeist aus purer Langeweile und feistem Übermut, alles kaputtmacht.
Tochter Lynn konnte deshalb fast nicht auf das von ihr so sehnlichst gewünschte Collage gehen, und Sohn Brian, als schwächstes Glied der Gesellschaft, muß meistens den Kopf für Alf´s Schäden hinhalten.
Desweiteren bemerkt man beim Außerirdischen einen Hang zum organisierten Verbrechen wie zum Glücksspiel, so wettet er beispielsweise auf Pferde.

Alf, der wie so viele Asylanten übrigens auch Katzen frißt, ist also der Inbegriff den Taugenichts. So nimmt es auch nicht Wunder, daß dar Außerirdische dankend verzichtete, als er die Möglichkeit bekam, in seine Heimat zurückzukehren.
Heißt dies alles, daß wir Deutschen Alf so sehr mögen, weil wir die Asylanten lieben? Das Gegenteil ist der Fall. Wir lieben Alf, weil er uns die Augen öffnet. Wir sehen, wie er eine vormals glückliche, in gesicherten Verhältnissen lebende Familie ruiniert. Wie er den vertrottelten Willi und die hübsche Kate, die übrigens auch vor seinen sexuellen Belästigungen nicht sicher ist, um die Früchte ihrer Arbeit bringt.
Und dies alles nur, weil der dusselige Sozialarbeiter den Traum von einer "multikulturellen Gesellschaft" unbedingt in seinem, hierzu viel zu engem Haus verwirklicht sehen will.
Wir sehen, was er davon hat: Schulden, Streit mit den Nachbarn, überhaupt jede Menge Ärger und Angst, diese schreckliche Angst vor dem Unglück des nächsten Tagen.
Dabei könnte er doch in Zufriedenheit und Wohlstand in seinen vier Wänden den Fortbestand seines Volkes sichern, ja vielleicht hätte er sogar schon das Nachbargrundstück hinzukaufen können. Er müßte dazu nur endlich diesen gefräßigen Parasiten rausschmeißen.
Doch da der Schwachkopf dies nie zustande kriegt, kann sich Alf in Ruhe zurücklehnen und auch weiter sein berühmten "Null Problemo" in die Wohnzimmer rülpsen.