Vorrede*
Unter den vortrefflichen periodischen Schriften, womit unsere Stadt überschwemmt wird, - tritt nun auch unser "Salbader." auf. Schüchtern genug, weil er seine Schwäche und seinen Abstand von seinem Ideal kennt: doch auch einigermaßen zutraulich, weil er von mehreren wackeren Menschen Aufmunterung und Hilfe teils erhalten hat. teils wird.
Wenn Eifer für die Wahrheit, Liebe zur Verbreitung nützlicher Aufklärung und zur Verbannung verderblicher Irrtümer, wenn diese Eigenschaften der VerfasserInnen ihrem Werk einen Wert geben könnten, wie sie wohl freilich nicht können, so müßte unsere Schrift keine der schlechtesten sein. Unser Plan ist die höchste Mannigfaltigkeit, in so fern diese mit angenehmer Belehrung und nützlicher Erbauung bestehen kann. Namentlich können wir folgende Rubriken angeben:
- Wissenschaften, in so fern sie allgemein merkwürdig und auch Nichtkennerlnnen interessant sind;
- Völker und deren Sitten und Einrichtungen, zum Liebsten aus uns näheren Ländern;
- Biographische Nachrichten von merkwürdigen, vorzüglich noch nicht nach Verdienst bekannten Menschen;
- Abhandlungen verschiedener Art und mannigfachen Inhalts, die in den Ton unseres Plans stimmen.
Wir bitten jedeN, welcheR an dieser Schrift und an unserer Gesellschaft nichts auszusetzen hat, dieses Werk, das leicht gemeinnützig werden kann, durch Beiträge, die hineinpassen und die er/sie uns gönnen will, zu bereichern.
Die Redaktion.
*) Nach F. Gedicke u. J. E. Biester: Vorrede zum ersten Stück der Berlinischen Monatszeitschrift, Januar 1783 kompiliert und aktualisiert von Hans Duschke.
