Tristan von Sinnen: Abspann
Reminiszenzen an Freiheit und Kraft -
iuvenis-Blüten
nebst Aufbruchs-Mythen,
wo nun mein krummer Leib erschlafft.
Der revolutionäre Drang wird knapp -
in Flucht befindlich;
ganz unverbindlich
schnall ich den Ranzen auf und wieder ab.
Gedanken in den Staub zu setzen -
in Schreberlauben
versinkt mein Glauben -
ich kann mich nur noch selbst verletzen.
Eins bleibt mir noch bei knapper Luft:
mit Wein begossen
und vollgeschossen,
doch unverfolgt in der Matratzengruft.
Als Rest gezählt das was noch lebt -
rigider Sinne
denk ich an Minne,
wenn mir ein Teufel Grau ins Blondhaar webt.
Die Haut löst sich schon stellenweis vom Knochen -
so ungehalten
mag ich erkalten.
Was mir noch bleibt, zähl ich in Wochen.
