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Tristan von Sinnen: Abspann

Reminiszenzen an Freiheit und Kraft -
iuvenis-Blüten
nebst Aufbruchs-Mythen,
wo nun mein krummer Leib erschlafft.

Der revolutionäre Drang wird knapp -
in Flucht befindlich;
ganz unverbindlich
schnall ich den Ranzen auf und wieder ab.

Gedanken in den Staub zu setzen -
in Schreberlauben
versinkt mein Glauben -
ich kann mich nur noch selbst verletzen.

Eins bleibt mir noch bei knapper Luft:
mit Wein begossen
und vollgeschossen,
doch unverfolgt in der Matratzengruft.

Als Rest gezählt das was noch lebt -
rigider Sinne
denk ich an Minne,
wenn mir ein Teufel Grau ins Blondhaar webt.

Die Haut löst sich schon stellenweis vom Knochen -
so ungehalten
mag ich erkalten.
Was mir noch bleibt, zähl ich in Wochen.

Illustrationen von The incredible Hansk

Copyright: Tristan von Sinnen

zuletzt verändert: 12.06.2006 00:09
erstellt von jero
Nummer 01
Titelbild
Vorrede
Siegfried Löwy: Berichte aus der Redaktion Bov Bjerg: Zwei Anekdoten, die DDR betreffen Selen Telesz: Kackvogel des Monats Dr. Hannes Jensen: Lebenshilfe Kvara Bistroj: Die Salbader.- Worterklärung Hans Duschke und Siegfried Löwy: MehlbeutelIn des Monats Hans Duschke: Die moralische Autorität des Schreiberlings Kvara Bistroj: Der kalte Arsch des Monats Siegfried Löwy: Fernsehn? Ich tu's! Siegfried Löwy: Juliette, der Marquis und das Ich Tristan von Sinnen: Abspann Johann Tobias Schmitt Heiß und Kalt Johann Tobias Schmitt Einer jener flauen Fortsetzungswitze Anna Riesol: Frau Z. Gerhard Richter: Konzentriertes Hineinschauen Hans Birger: Bürgerliche Erziehung Ciao Tsheskou: Über die Unberechenbarkeit unserer Feuerzeuge Andreas Scheffler: Müde
Kvara Bistroj: Der Ausländer
Victor Orloff: Geheimauftrag Aids - Folge III/2
Was die anderen schreiben
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