Hans Birger: Frühlingsgefühle
Ich bin sentimental und denke an die wirklich schöne Frau. An ihr Gesicht, an ihre Augen, ihre Pupillen, die wie naßgelutschte Gummibonbons in ihren Schädelhöhlen kleben. Ihre Haribo-Pupillen, elastisch: sie verformen sich, wenn man sie mit der Zunge gegen den Gaumen drückt, doch bißfest und vollkommen ohne Geschmack: Das ist eine unangenehme Empfindung. Kleine goldene Kiesel kleben auf dem Leder, das den Glaskörper von Zeit zu Zeit abdeckt. Mit Schwung geht es die bucklige Abfahrt Ihrer Nase hinab. Der Mund, diese Höhle, in der sich der zähe Schleim sammelt, umgewälzt von dem dicken, warzigen Muskel kleine Knochen wachsen hier aus dem Fleisch und schlagen aufeinander. Rätselhaft scheint es überhaupt, wie das Fleisch an den Knochen befestigt ist.