Kvara Bistroj: Drei Anekdoten
Als Willy Brandt zusammen mit Martin Luther einmal vor dem 30jährigen Krieg in Argentinien die Sozialdemokratische Partei aufbaute, sagte dieser zu jenem: "Martin. das nimmt uns keiner ab."
Bekanntlich geht es bei Gotts zuhause ja oft recht ungerade zu. So bedauerte der alte Gott manchesmal sein späten Junggesellentum, hatte dies doch die bis heute ungeklärte Vaterschaft für seine beiden Söhne, Jesus Christus und Ludwig Reinhold*, sowie darauf bauend deren beständigen Zwist zur Folge.
Als sich die beiden wieder einmal außergewöhnlich heftig wegen den Mittagessens angifteten, wurde es dem Alten zu bunt, so daß er sie seinen väterlichen Zorn spüren ließ, indem er gewaltig aussprach: "Beim Zeus, jetzt hab ich aber die Faxen dicke!!!" Zur Strafe schickte der gepeinigte Alte die beiden ungleichen Brüder für zwei Wochen in die englische Kantine. Das schmeckte ihnen gar nicht.
Als der spätere Geheimrat Konrad Duden in jungen Jahren eines seiner ersten Poeme vor dem Königswusterhausener Dichterkreis -Mein Havelland- zum besten geben durfte, wurde er von einem zufällig anwesenden Apotheker, dem berüchtigten Kritiker Theodor Fontane als -Malapropist- tituliert.
Von wüstem Zorn entflammt, stürmte der junge Konrad direktemang in eine nahegelegene Klause und schrieb dort wie im Rausch in einer Nacht das Buch nieder, das ihn binnen kurzer Zeit berühmt machen sollte.
Theodor Fontane indes irrte und wirrte monatelang ziellos durch die Mark Brandenburg.

*) Ludwig Reinhold, Carl Schüller-Straße 11, 8580 Bayreuth