Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Hefte 07/1991 Vorrede*
Artikelaktionen

Vorrede*

Eine Erklärung. wie sie einer Schrift in einer Vorrede nach der Gewohnheit vorausgeschickt wird - über den Zweck, den die VerfasserInnen sich in ihr vorgesetzt, sowie über die Veranlassungen und das Verhältnis, worin sie zu den andern frühern oder gleichzeitigen Behandlungen desselben Gegenstandes zu stehen glauben, scheint bei dem Salbader. nicht nur überflüssig, sondern um der Natur der Sache willen sogar unpassend und zweckwidrig zu sein. Denn wie und was von dem Salbader. in einer Vorrede zu sagen schicklich wäre - etwa eine historische Angabe der Tendenz und des Standpunkts, des allgemeinen Inhalts und der Resultate, auch Versicherungen über das Wahre -, kann nicht für die Art und Weise gelten, in der die Wahrheit dieses Periodikums darzustellen sei.

Auch weil der Salbader. wesentlich im Elemente der Allgemeinheit ist, die das Besondere in sich schließt, so findet bei ihm mehr als in anderen Zeitschriften der Schein statt, als ob in dem Zwecke oder den letzten Ergebnissen der Sache selbst und sogar in ihrem vollkommenen Wesen ausgedrückt wäre, gegen welches die Ausführung eigentlich das Unwesentliche sei.

Worin könnte mehr das Innere dieser Schrift ausgesprochen sein als in den Zwecken und Resultaten derselben und wodurch diese bestimmter erkannt werden als durch ihre Verschiedenheit von dem, was das Zeitalter sonst in derselben Sphäre hervorbringt?

Der Anfang der Bildung und des Hausarbeitens aus der Unmittelbarkeit des substantiellen Lebens wird immer damit gemacht werden müssen, Kenntnisse allgemeiner Grundsätze und Gesichtspunkte zu erwerben, sich nur erst zu dem Gedanken der Sache überhaupt heraufzuarbeiten, nicht weniger sie mit Gründen zu unterstützen oder zu widerlegen und ordentlichen Bescheid und ernsthaftes Urteil über sie erteilen zu wissen. So wird eine solche Kenntnis und Beurteilung in der Konversation ihre schickliche Stelle behalten.

Hochlöblichst, die Redaktion


*) Vorrede aus Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Phänomenologie des Geistes. Bamberg, Würzburg 1807. Gefunden und für den Salbader. aufbereitet von Andreas Scheffler.

Copyright: Salbader.-Redaktion

zuletzt verändert: 12.06.2006 00:09
erstellt von jero
Nummer 07
Titelbild
Vorrede
Andreas Scheffler: Und überhaupt Kvara Bistroj: Kalter Arsch Hans Duschke: Ein kurzer Blick in die Medien Bov Bjerg: Kackvogel des Monats Andreas Scheffler: Mehlbeutel des Monats Andreas Scheffler: Duden, Deutsches Universalwörterbuch Bova Bovsson - Konradottir: Das Räuspern Hans Duschke: Vier fast unverständliche Bemerkungen Jürgen Witte: Drei Gedichte Horst Evers: Eine Kriminalgeschichte Hans Duschke: Andrea E 338: Wer A sagt, mu? auch B sagen Andreas Scheffler: Offener Schlußakt
Victor Orloff: Geheimauftrag Aids - Folge IX
Kvara Bistroj: Der Ausländer
Was die anderen schreiben
Impressum
Mehr…
 

Powered by Plone CMS, the Open Source Content Management System

Diese Website erfüllt die folgenden Standards: