Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Hefte 07/1991 Jürgen Witte: Drei Gedichte
Artikelaktionen

Jürgen Witte: Drei Gedichte

Telefon

Telefon,
wer bist du schon,
du blödes Gerät,
schweigst von früh bis spät.
Aber mitten in der Nacht,
da wird Lärm gemacht,
und irgend so ein Lust-Tenor
stöhnt mir seinen Frust ins Ohr

Telefon,
das wär's fast schon,
nur eines was mich noch bekümmert,
Nachbars Neues, das klingelt nicht, es wimmert.
Und wenn die beiden ausgeh'n
bleibt das Ding zu Haus steh'n
dann beginnt sein Klagelied.
und keiner da, der nach ihm sieht.

Computer

Computer, warum
Produkt von soviel Ingenium
bist du so dumm?

Ohne Programm,
das auch halbwegs was kann
Ist nix an dir dran

Eine Hardware
die ein bißchen smart wär
gäb viel mehr her

Wecker

es gibt Wecker die krähen
es gibt Wecker die piepen
es gibt Wecker die rasseln
es gibt Wecker die ziepen
Dem einen mußt du winken,
den andern schreist du an
manche sind ständig am Blinken
weil keiner sie bedienen kann.
So entfalten sie ihr schändliches Treiben,
und niemand der sich wehrt
Menschen sterben. aber die Wecker, die bleiben,
weiß Gott, was das uns wieder lehrt?

Zeichnung von Jürgen Witte

Copyright: Jürgen Witte

zuletzt verändert: 12.06.2006 01:09
erstellt von jero
Nummer 07
Titelbild
Vorrede
Andreas Scheffler: Und überhaupt Kvara Bistroj: Kalter Arsch Hans Duschke: Ein kurzer Blick in die Medien Bov Bjerg: Kackvogel des Monats Andreas Scheffler: Mehlbeutel des Monats Andreas Scheffler: Duden, Deutsches Universalwörterbuch Bova Bovsson - Konradottir: Das Räuspern Hans Duschke: Vier fast unverständliche Bemerkungen Jürgen Witte: Drei Gedichte Horst Evers: Eine Kriminalgeschichte Hans Duschke: Andrea E 338: Wer A sagt, mu? auch B sagen Andreas Scheffler: Offener Schlußakt
Victor Orloff: Geheimauftrag Aids - Folge IX
Kvara Bistroj: Der Ausländer
Was die anderen schreiben
Impressum
Mehr…
 

Powered by Plone CMS, the Open Source Content Management System

Diese Website erfüllt die folgenden Standards: