Vorrede
Liebe Leser, liebe Käufer Innen und außen
Endlich - wir haben es wieder geschafft. Vor Ihnen liegt ein neuer Salbader., der neunte - drei Jahre machen wir das schon -und sind immer noch nicht reich und berühmt, geliebt und gefürchtet.
Warum?
Weil wir zu gut sind für diese Welt?, ist es das? Oder zu blöd? Oder unbegabt? Oder wie?
Auch in diesem schmalen Heft ist die Mischung wieder das Wildeste, und ich werde mich hüten, über die Beiträge der anderen Autoren auch nur ein - gar abfälliges - Wort zu verlieren.
Derilierende Dilettanten, ob uns schon jemand so genannt hat? Die anderen wenigstens?
Zu mir jedenfalls kam am letzten Sonntag eine freundliche ältere Dame, lächelte mir zu und gab kund, daß mir nur noch ein Weniges fehle, um der legitime Nachfolger Werner Fincks zu werden. Und wohlgemerkt, sie hat ihn in der Katakombe gesehen, damals... So müssen Komplimente sein: ehrlich, doch originell. Doch was kommt da von unserem hochverehrten Publikum, von Dir? Wird unsere kunstsinnige Feinheit, unsere avantgardistische, experimentelle Volkstümlichkeit gewürdigt, ausreichend gewürdigt? Nein, nein, nein. Zu wenig Frauen, die mir um den Hals fallen, zu wenig Herren, die mir Banknotenbriefumschläge zustecken, zu wenig, von allem zu. wenig! Ist Intelligenz nicht mehr sexy, oder sind wir zu blöd?
Mit diesen 35´-im-Schatten-Gedanken entlasse ich euch: Viel Vergnügen.
Hans D.