Kvara Bistroj: Der Ausländer
Heute: Der Koreaner
Ist der Mensch nicht zweigeteilt? In Oberstübchen und Unterleib? So auch der Koreaner. Der Ire Asiens hat eine vieltausendjährige Kultur, schwarzes, dickes, langes Haar und eine ebensolche Schrift.
Scheinbar verbeugt er sich, doch er sucht nur den Boden ab. Hat schon wieder sein Gesicht verloren. Das passiert dem Koreaner jeden Tag.
Ist der Deutsche durch Ost und West, durch Nord und Süd, durch alle vier Himmelsrichtungen dem Koreaner nicht schicksalhaft verbunden? Schon möglich. Und er uns. Doch Jammer-Nordi und Besser-Südi, vom Reisfleisch-Äquator getrennt, wolln dennoch zunander nicht finden.
Und erst die Namen! Nur drei verschiedne Familiennamen: Alle Herren Sam, Kim und Attika, zu deutsch: Müller, Meier, Schmidt, fürchten zufälligen Inzest mit den Damen Sam, Kim und Attika. Die Scheu vorm genetischen Niedergang treibt da freilich die allerscheckigsten Lotusblüten. Da darf die spontane Verliebtheit, ganz zu schweigen von Schlimmerem, keine fröhliche Urständ feiern. Und am Ende bleibt immer Verzicht. Bzw. die Arbeit.
Beim nächsten Mal: Der Malteser.