Vorrede
Liebe Leserin!
Der Salbader kostet jetzt zwei Mark mehr. Niemand spürt dieses bißchen Geld mehr als Du. Mal unsre Putzfrau ausgenommen. Denn, stell Dir vor, es ist so: Die sympathische Polin, die seit Jahr und Tag "für einen Apfel und ein Ei" (Volksmund) die Redaktionsetagen im Salbader-Hochhaus am Berliner "Alexanderplatz" (A. Döblin) säubert, war echt "ganz unten" (G. Wallraff). Doch neulich rief sie plötzlich: »"Heureka!" (Archimedes). "Hey Boss, ich brauch mehr Geld!" (G. Gabriel).« Und schon war's passiert.
Zum "Sparen" (T. Waigel) aber ist es nicht zu spät. Bis zum "Stichtag" (Wum und Wendelin) "1. September" (DGB) kostet das Salbader-Abo noch 20 Mark. Dafür gibt's vier Hefte frei Haus. Na, wenn das keine prima "Geschäftsidee" (N. Rentrop) ist!
Wir freun uns übrigens, doch doch, auch weiterhin über Manuskripte und Disketten. Wenigstens über manche. Denn bedenke, lieber Leser, bevor Du Dich von Deinem "Fuchsbau" (Th. Mann) trennst: Zwar ist uns das Bonmot bekannt, wonach des Lebens vornehmste Aufgabe darin bestehe, die Zeit zwischen zwei Orgasmen auf möglichst angenehme Weise totzuschlagen. Doch sind wir eben in der Tat der Ansicht, daß man dieses ewig wiederkehrende Intervall, diesen zugegeben beschwerlichen, oft genug steinigen Pfad von A nach B durchaus angenehmer zurücklegt, wenn man sich nicht ständig gedanklich, schreibend gar, partout, ununterbrochen und ausschließlich mit A bzw. B befaßt. Mit anderen Worten: Denk einfach mal an was anderes, ja? Der Weg ist das Ziel. Hände auf die Bettdecke und ab die Post!
Die Redaktion wünscht viel "Freude" (F. Schiller) beim Lesen.