Vorrede
Liebe Leserin!
Wir beglückwünschen Sie zum Kauf dieses Heftchens. Steht der Name Salbader doch für Unterhaltung auf höchstem Niveau. »Wie geht denn das«, werden sie jetzt fragen, »in diesen elenden Zeiten des Tittitainments eine Zeitschrift von solch überragender Qualität zu machen?« Nun, wir wissen zwar nicht, wo sie das Wort Tittitainment aufgeschnappt haben. Doch lassen Sie sich folgendes gesagt sein: Der Feind schläft nicht. Was der Feind nicht weiß: Wir können auch schon lange nicht mehr schlafen. Mögen die finsteren Mächte des Okzidents die Salbader-Leserin mit kaputten Küchenuhren zum Abonnement ihrer zweifelhaften »Satirezeitschrift« verlocken, mögen die Scherzmogule des Orients gar sog. »Leserreisen« nach Kap Arkona veranstalten - vom Salbader, dem Blatt der radikalen Mitte, dürfen Sie nichts dergleichen erwarten.
Sie sehen, es gibt sie noch, die guten Dinge. Aber sie haben ihren Preis. Der Salbader zum Beispiel kostet nun DM 28.- im Abonnement. Dafür gibt´s vier Ausgaben ins Haus. Und sonst nichts. Fast nichts. Denn: Um die Leser-, besser: Leserin-Blatt-Beziehung allseitig zu stärken, haben sich die Redakteure, Autoren und Verkäufer des Salbader in einer freiwilligen Verpflichtungserklärung dazu, na, sangwermal verpflichtet bzw. bereit erklärt, jeder Leserin jeden nichtmateriellen Wunsch zu erfüllen resp. von den Augen abzulesen. Vorlage des jeweils aktuellen Heftes genügt. Achtung: Pro Heft kann nur ein (in Worten: ein) Wunsch erfüllt werden! Denn bekanntlich wird jeder einzelne Salbader von durchschnittlich zwanzig Personen gelesen.
Wir grüßen unsere 60000 Leserinnen! (Und Leser.)