Kvara Bistroj: Der Ausländer
Heute: Der Waliser
Der Waliser ist das Rauhbein der Britischen Inseln. Ein keltischer Eisengießer, Kohlekumpel, Torf- und Kupferstecher. Während ihm seine konsonantenreiche, rheumageplagte Sprache langsam wegstirbt, vergnügt sich der Waliser in unaussprechlichen Orten wie Aberstywiyth und Llylmwaggarrahan schweigend mit der Schafzucht und dem Rugbyspiel. Kaum nennt er sich aber Richard Burton oder Tom Jones, dann kann auch der Waliser plötzlich wieder reden und sogar singen. Von der Waliserin sind solche Auffälligkeiten nicht bekannt.
Wales zackt zu großen Teilen ins Meer rein, sonst hat es aber mit den Walen (whales) nichts zu schaffen und deshalb kümmert sich Greenpeace normalerweise nur so ein bißchen um das Land, obwohl es auch dort einen ganzen Haufen Natur hat. Sogar Berge. Bäume nicht so.
Die ansonsten sehr zäh dahinfließende Geschichte von Wales ist reich an Prinzen und Prinzessinnen, von denen aber so gut wie alle schon tot sind. Vorallem die letzte.
Würde der störrische Waliser Whiskey brennen, er wäre sicher bekannter und beliebter auf der Welt.
Beim nächsten Mal: Der Indonesier