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Vorrede

Herzlich Willkommen im Salbader, dem Mitteilungsblatt der Saaldiener und Kraftfahrer des Dt. Bundestages im Plenargebäude Deutscher Reichstag AG i. Gr. Dieses gelbe Heftchen wird Dich nun bis zu Deinem Ausscheiden aus dem Öffentlichen Dienst begleiten.

Was nun ist der Salbader, und zu welchem Zwecke betreibt man seine Lektüre? Einst entstanden als »Salebueddel-Courant«, Tratschblatt der Zofen, Barbiere und Narren am Hofe Wiedebrandts des Nachdenklichen, entwickelte sich das Magazin im Laufe der Jahrhunderte zu dem Feierabendblatt der niederen Stände im Allgemeinen - des tertiären, in jüngerer Zeit auch des quartären, quintären und sextären Sektors im Besonderen.

Auch heute noch weilt unser Herz bei diesen Geringsten unter uns, unser Verstand jedoch gehört ausschließlich den fiesesten und effizientesten Expropriateuren. Wir sind ja nicht blöd.

Damit Du nun, liebe Leserin, nicht doller durcheinander kommst als unbedingt nötig, unterscheiden sich die einzelnen Ausgaben durch die Farbe der Titelzeichnung. Diesmal - bitte erschrick nicht - ist die Farbe: rot. Wenn die Politische Bildung, die man Dir während Deiner Frühstückspausen am Rhein verabreicht hat, nicht gänzlich für die Katz war, weißt Du: Rot ist die Farbe des Ostens, rot sind dort Fahnen und Plätze, rot ist das Blut dort - und sogar die Liebe.

So stammt auch die Zeichnung zwei Seiten weiter vorn von Ilja Kitup, einem durchaus vierschrötigen Mann, der, mit wenig mehr als einem Koffer voller roter Flammenbildchen, eines Tages aus dem Lande des einschlägig bekannten Herrn Molotow aufbrach, um hier in Berlin, im Wort- und Witzwesen Westasiens sein Glück zu suchen.

Möge auch diese Nummer 25 dem Volke ein starkes Opium sein!

Die Redaktion

Copyright: Salbader.-Redaktion

zuletzt verändert: 12.06.2006 01:07
erstellt von jero
Nummer 25
Titelbild
Vorrede
Kurznachrichten: Zeichen, Zeiten, Tage und Wunder
Hinark Husen: Illegale Postwurfsendungen Ahne: Meisengeschichte Jürgen Witte: Wahltage Horst Evers: In Würde Altern Robert Rescue: Hauptsache Arbeit Bov Bjerg: Beim Inder in der WO? Andreas Scheffler: Arbeit um Acht Hans Duschke: Vom Amt Ulrich Roski: Ich lerne sprechen Andreas Scheffler: Nürnberg Sarah Schmidt: Urlaub in Berlin Gabi Schlaug: Bier Manfred Maurenbrecher: Europa: zwei Stimmen Ulrich Hannemann: Eistee für unsere Taxifahrer Gunar Klemm: Vom schönen Landleben Falko Hennig: Schlangenschicksal Andreas Rüttenauer: Die Siedler Jürgen Witte: Ist Geldgeilheit heilbar? Horst Evers: Am Gemüsestand Tube: Typischer Tagesbeginn Gabi Schlaug: Lesen in Neukölln Bov Bjerg: »IS’ ROT.«
Kvara Bistroj: Der Ausländer
Werswer
Victor Orloff: Geheimauftrag AIDS - Folge XXVII
Aufruf gegen den Tonfilm
Impressum
Mitteilung: Viktor Orloff - Unterstützungs- kommitee
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