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Artikelaktionen

28/2001

Eine Ebene höher

Vorrede

Hier spricht die Salbader-Redaktion mit ihren Lesern. Die Kunst des Salbaderns in Reinkultur. Wir lieben unsere Leser. Lieben Sie uns zurück...

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Kurznachrichten: Zeichen, Zeiten, Tage und Wunder

Die aktuellen Kurznachrichten. Ein Häuflein Häppchen, Pointen und Begebenheiten. (Für den schönen Titel bedanken wir uns beider leider viel zu früh verstorbenen Zeitschrift KOWALSKI)...

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Horst Evers: Gute Geschäfte

"Ich brauche einen Anzug, wollen Sie mich nicht beraten?" - "Ehrlichgesagt, nee." - "Aber ich brauche Beratung." - "Stimmt! Das seh ich auch."

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Ahne: Hauptsache man ist kein Nazi

Ich hab auch mal ein Haus besetzt und finde Punk-Rock-Musik immer noch gut und manchmal tanze ich sogar ausgelassen in meinem Zimmer herum. Ganz alleine! Sowas macht ein Spießbürger nicht.

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Andreas Scheffler: Das Fest der Brüskierungen

Bruder Stefan verdient mehr Geld als die anderen, das auch wohl zu Recht, aber entsprechend fallen nun mal seine Geschenke aus. Unsereins kann da nicht mitstinken und fühlt sich brüskiert.

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Andreas Gläser: Ich war kein Sonderschüler

Katharina wollte nicht küssen. Sie war noch nicht einmal ein Mädchen für eine Nacht. Ich durfte nur immer meinen Arm so rüber legen. Aber über der Bettdecke!

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Jürgen Witte: The Killer

"Hey Mann, was bist denn du für einer?" Nicht der beste Spruch um eine langjährige Männerfreundschaft zu beginnen, aber für diese kurze nächtliche Begegnung sollte es doch reichen.

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Theo Fuchs: Selbstgespräche

"Wirtschaftswachstum", sagte er oft und "Netto global betrachtet" und "Hm ja gut aber." Fetzen aus wohl eher abstrusen Selbstgesprächen. Ein Symptom für den totalen Kontrollverlust über den Akt des Sprechens...

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Hinark Husen: Amok nach dem Einkauf

Heute gönne ich mir mal so richtig was Schönes, dachte ich mir, als ich nach Feierabend den Woolworth-Markt in der Karl-Marx-Straße betrat. Jetzt wird richtig schön eingekauft...

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Volker Strübing: Immer geh´s den Anderen besser!

Die letzten Strahlen der Sonne tauchten die Dachterrasse am Haus gegenüber in goldenes Licht und ließen ein Weinglas kurz aufblitzen, als der junge Mann, der dort saß, es an seinen Mund führte. - Der hat's geschafft, dachte ich...

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Tube: Ausgewählte Dialoge zwischen meiner Mutter und mir

Als sie mich einmal zu Hause besuchte und meinen Laptop auf dem Tisch stehen sah, fragte sie: "Ist das jetzt hier so ein Internet?" - "Nein, das ist ein Föhn." - "Quatsch. Du veräppelst mich doch." - "Ja." ...

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Hans Duschke: Man kommt zu nichts mehr

In jedes dieser Mutter-und-Kind-Bücher mußte mindestens eine Doppelseite Farbfotos von ekligen Hautkrankheiten eingeklebt werden. Ansonsten alles schwarz-weiß. Nur die ekligen Hautkrankheiten in Farbe. Das waren die 50er und auch die 60er Jahre. Das ist meine Kindheit...

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Sarah Schmidt: Einbruch

Die Art, wie man sich vor Dieben und Einbrechern schützt, ist individuell verschieden. Viele Menschen legen ja z.B. im Schwimmbad ihre Wertgegenstände in ihre Schuhe, denn da kann der Dieb sie nicht finden...

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Bov Bjerg: Ich brauch im Urlaub weiss Gott keine Zeichentrickfilmkrokodile

"Ich bin nicht mehr im Alter für Zelt!" variiere ich mein Lamento. Die Angespanntheit der Situation findet ihre jähe Entsprechung in der Angespanntheit meiner Grammatik. "Ich bin nicht mehr Zelt! Ich bin schon mindestens Wohnwagen!" ...

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Uli Hannemann: Wie man einen Hefeteig macht

...danach durfte man den Teig beim Gehen auf keinen Fall anschubsen oder sonstwie erschrecken. Das konnte ich nicht glauben. Ich beschloß daraufhin, einen Feldversuch zu starten...

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Wladimir Kaminer: Die tragische Spassguerilla

Der kollektive Protest funktioniert nicht, dafür aber ein individueller. Im Prenzlauer Berg schaffen es einige besonders hartnäckige Individuen trotz schlechter Zeiten, das im pseudoglücklichen Delirium des Konsums versunkene Volk auf Schärfste zu provozieren...

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Jürgen Witte: Wäre ich Rock-Musiker geworden, ich wäre sicher schon so taub wie Pete Townshend

Taschentelefonspielen, das ist nicht mehr so Kind, also dem Game-Boy-Alter ist derjenige schon entwachsen, aber das Spielen kann er noch nicht ganz lassen. Also spielt der Jungendliche jetzt vornehmlich mit seinem Telefon...

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Horst Evers: Das blutrünstige Eichhörnchen

Als ich im Wald ankomme, sind die Bäume schon alle da. Ich fahre tief in einen Feldweg hinein, schließe den Wagen ab und schaue mich um: "Ah guck da, ein Baum, schön, schön, und noch einer toll, super, zwei Bäume, und noch einer, nee, schon toll, was die hier so hingestellt haben..." ...

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Jochen Schmidt: Wie ich einmal gelogen habe

Die junge Frau mußte mich für einen Russen halten. Sie verbarg ihre Überraschung hinter dieser subalternen Gleichgültigkeit, die mein Interesse nur noch anstachelt...

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Volker Strübing: Ein Engel auf Erden

Um den Sinn des Lebens zu ergründen, muß man erst einmal ein wenig Abstand gewinnen, dachte Hans Grantig und erhängte sich im Morgengrauen...

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Uli Hannemann: Keine Sau da

"Was nichts kostet, ist auch nichts wert." zitierte ich Schopenhauer, während wir im Geröll des Altertums herumstapften. Es war wirklich komisch: Der Scheiß sollte weltberühmt sein und keine Sau war da. Außer uns...

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Hinark Husen: Auf zur letzten Laterne

"Was, du weißt nich was 'n Zylinder is? Aber mir einen von vaporisieren erzählen, also nee, mein lieber Schollie?!" - "Nu aber nich frech werden, was! Wenn ich mich altmodisch ausdrücke, dann is das immer noch meine Sache." - "Ja, wir haben sowas früher gesagt und ich sag das auch heute noch." - "Was Schollie bedeutet?" ...

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Tube: Marmorkuchen total in Braun

Ich war beim Bäcker und wollte ein Stück Kuchen kaufen, so ein Stück Schokoladenkuchen, aber nicht aus Schokolade, sondern aus Sand, so wie Sandkuchen, also wie Marmorkuchen, nur ohne das Helle darin...

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Andreas Scheffler: Mein totes Tape-Deck

Die Diodenanzeige war zuletzt unzuverlässig, und bei Aufnahmen war zwischen den Einstellungen Dolby B und Dolby C kein Unterschied zu hören. Aber es war ein gutes Gerät, das in meiner Jugend erheblich mein Selbstbewußtsein gestärkt hat...

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Horst Evers: Große Augen

Was?, der hat der jungen Frau nicht geholfen? Die hatte doch große Augen? Na, der scheint ja wohl mit der Sache durchzusein? Mit dem Horst ist auch nix mehr los, nee, nee, da is nix mehr, das is vorbei. Ich wäre nur noch: "Horst, der der jungen Frau nicht geholfen hat Evers." ...

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Bov Bjerg: Das schmutzige Schweinenäschen

Klaus fühlte sich dem Unabomber noch näher als vorher. Hatte nicht auch er der Uni den Rücken gekehrt und sein Studium abgebrochen? War nicht auch er gern und oft allein draußen im Grünen, vor allem am Wochenende? ...

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Kvara Bistroj: Der Ausländer

Neueste Ergebnisse der Salbader.-Ausländerforschung: Fremde Kulturen, die Menschen und Bräuche, kurzgefasst und rundumgeschlagen.

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Was die anderen drucken

Was rauskommt, wenn der Salbader fremde Quellen plündert. Ein steter Tropfen gescannter Merk- und Denkwürdigkeiten...

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Werswer

Vollständiges Verzeichnis der Salbader-Autoren. Hier finden Sie lauter Portraits, Lebensdaten und manch liebevoll ausgewählten Link...

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Impressum 28/2001

Alle Redakteure, Salbader-Postadresse, Telefonnummer usw...

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