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Sarah Schmidt: Einbruch

Die Art, wie man sich vor Dieben und Einbrechern schützt, ist individuell verschieden. Viele Menschen legen ja z.B. im Schwimmbad ihre Wertgegenstände in ihre Schuhe, denn da kann der Dieb sie nicht finden.

»Oh, wie teuflisch, wo hat der nur sein Geldversteckt?«, denkt sich so ein Dieb, aber im Schuh werden Geldbörse und Scheckkarte praktisch unsichtbar und er findet sie nicht. Andere legen ihre Sachen unter das Badelaken. Auch das ein sehr gutes Versteck.

Ich schütze mich vor Einbrechern, indem ich, sofort nach meinem Einzug, mein Wohnungsschloß so manipuliere, das jeder es aufbekommt. Also ohne Brechstange, Dietrich oder sonstige Gewalt. Ich schraube einfach die Verblendung des Schlosses ab und dann braucht man höchstens einen Schraubenzieher um die beiden Schrauben zu lösen, die die das Schloß halten und man ist drin. Das ist sehr praktisch, denn ich vergeß oft meinen Schlüssel. Einen Schraubenzieher leg ich immer unter die Fußmatte und ich schließe nie ab. Nach einer Weile sind die sich kreuzende Schlitze der Schrauben so ausgeleiert, das es auch mit einem 10-Pfennigstück funktioniert. Für den Einbrecher ist sowas eine große psychologische Barriere, mein Schloß sieht einfach so lächerlich und scheiße aus, das er daraus auf meine Einrichtung schließt. Nie würde er darauf kommen, daß sich dahinter Computer, Bargeld und viele wertvolle Kunstgegenstände verbergen.

Der Gegenbeweis: Bei meinem türkischen Nachbarn ist schon dreimal eingebrochen worden und da ist nun wirklich gar nichts zu holen, außer einer riesigen Couchgarnitur, einer Schrankwand, die aufgrund ihrer Größe sowieso für immer in der Wohnung bleiben muß und der Wanduhr, auf der eine Seite des Korans abgebildet ist. Aber er hat ein astreines Schloß. Pech.

Copyright: Sarah Schmidt

zuletzt verändert: 12.06.2006 01:07
erstellt von jero

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