Kvara Bistroj: Der Ausländer
Heute: Der Venezolaner
Soll der Kolumbianer seine Söhne, die zum Manne werden wolln, getrost zur Firmung schicken. Soll der Brasilianer seine Knaben ruhig im Freudenhaus zur Hauruck-Reifung abgeben. Pipifax!
Der junge Venezolaner (man nennt ihn auch Venezueler) nämlich reist sieben mal sieben Jahre lang auf schwimmenden Öltanks um die Welt, und sogar bis in die Nordsee. Auf den Initiationstankern herrscht strenges Rauchgebot. Wenn der Venezolaner (oder, wie gesagt, Venezueler) nicht explodiert und auch nicht auseinander bricht, dann kann ihm für den kurzen Rest des Lebens nichts mehr etwas anhaben. (Höchstens der Lungenkrebs, dieser zähe Gesell. Oder Ariane, deren Trümmer dem Venezueler - den man aber durchaus auch Venezolaner nennen könnte - alle Naslang auf die Omme hageln.)
Aber daß er so gar nicht Fußball spielen kann - bis er das verwindet, dieser janusköpfige Lateinamerikaner, da muß noch viel, viel trübes Wasser den Orinoco hinabfließen.
Jaja, so ist er, der Venezolaner (oder Venezueler, kommt eben immer drauf an, wie katholisch er grade drauf ist).
Beim nächsten Mal: Der Luxemburger