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30/2001

Eine Ebene höher

Ein Aktenkoffer hilft gegen Darmträgheit. Dieses Mittel ist ganz neu, kein Zäpchen, keine Tropfen, keine Pillen. Wie’s geht erklärt Horst Evers. Jürgen Witte versucht sich im Lächlen und Ahne bleibt beim Fliegen wachsam. Züge wechseln ihre Identitäten (Bov), Aktien wollen, daß der Mensch ein Verhältnis zu ihnen habe (Daniela Böhle) und das Schachspiel ist auch nicht mehr das was es einmal war (Spider). Ein pralles Heft voll neuem Nachdenken über die westliche Wertegemeinschaft nach dem 11. September. Volker Strübing bringt es auf den Punkt: Als Moorhuhn bist du maximal 25 Punke wert. Sarah Schmidt hat einen Weg gefunden wie Nazis zu stoppen sind, Hinark Husen gelingt es, seine alten Fernseher zu entsorgen und Andreas Scheffler wirbt für schnelles Heranwachsen kleiner Kinder in Nachbarwohnungen. Extra zur Jubliläumsnummer (30!) viele neue Autoren: Konrad »Hortkind«, Bettina Andrae, Birgit Utz und Tom Beinlich. Und die, wie immer, auch alle gut. Illustrationen von Britta Tomaschko

Vorrede

Hier spricht die Salbader-Redaktion mit ihren Lesern. Die Kunst des Salbaderns in Reinkultur. Wir lieben unsere Leser. Lieben Sie uns zurück...

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Kurznachrichten: Zeichen, Zeiten, Tage und Wunder

Die aktuellen Kurznachrichten. Ein Häuflein Häppchen, Pointen und Begebenheiten. (Für den schönen Titel bedanken wir uns beider leider viel zu früh verstorbenen Zeitschrift KOWALSKI)...

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Horst Evers: Innere Sicherheit I

»Open the door!« Mir fiel in meiner Not nix Besseres ein, als zurückzubrüllen: »Is occupied!« - »Security, open the door immidiately!!!«...

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Jürgen Witte: Vom Lächeln

Es soll Menschen geben, die sich morgens von der Zeitung die Laune verderben lassen. Kaum lesen sie, wie schlimm es in der Welt zugeht, schon arrangieren sie ihre Gesichtszüge zu der übelaunigen Fresse...

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Andreas Scheffler: Wachs nicht so geschwind!

»Es ist jedesmal ein Wunder, wenn ein Leben neu beginnt. Willkommen, kleines Wesen, und wachs nicht so geschwind.« - Wollen wir das wirklich?...

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Daniela Böhle: Ich bin Aktienbesitzerin

Letztens rief bei mir ein Meinungsforschungsinstitut an. Eigentlich wollte ich ja sofort auflegen, aber dann siegte mein weiches Herz...

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Uli Hannemann: So schnell kann's gehen

Im Brennpunkt - zur Sack-Reis-Umgefallen-Katastrophe in China. Die nachfolgenden Sendungen verschieben sich um vier Stunden!...

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Spider: Schach

Schlüppi und Fussel haben das Schachspiel revolutioniert und von seinem verstaubten Image befreit. Früher war Schach was für Wunderkinder, heute ist es auch was für Flaschenkinder...

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Sarah Schmidt: Nazis stoppen

Ich fühlte mich sooo gut. Hatte Macht. Die Faschos gehorchten mir, weil ich eine Fahne hatte...

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Andreas Gläser: Ausziehen!

Wir hatten nicht den selben Rhythmus, das junge Ding und ich. Sie investierte ihr Geld in Tanzstunden...

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Theo Fuchs: Kalte Döner

»Macht Ihr immer so?!? Gebt Kinder schlechte Döner??! Macht Ihr immer so??! Alte, trockene Döner??! Kalte Döner??!«...

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Ahne: Flug LH 2231 nach Dortmund

Die eine Stewardess hat Schnupfen. Sieht auch nicht aus, als ob sie Luftpiraten die Stirn bieten könnte...

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Konrad Endler: Kryptozoologen

Mein Kumpel Else ist Kryptozoologe. Kryptozoologen sind Menschen, welche vorrangig Kryptozoologen geworden sind, um damit in der Kneipe anzugeben...

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Tom Beinlich: Ich bin die Frau Brauer und stehe hier neben ihrem Mann

»Na, wat weeß ick denn, wat hier bei die BVG wieder schiefläuft. Die ham wahrscheinlich det falsche Band drin. Kann doch mal passieren, kann ick doch nüscht für.«...

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Horst Evers: Innere Sicherheit II

Schon jetzt bedroht die Maus Ihre Ressourcen hier, und wenn’se nich aufpassen, übernimmt die bald die ganze Küche und Sie leben im Mausestaat. Wollen Sie das?...

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Jochen Schmidt: Cindy und der Arsch Gottes

Das bißchen, was sie vom Sex mitbekommen hatte, war von den Beteiligten eigentlich gar nicht so gemeint gewesen. Immerhin hatte sie Träume: Sie wollte in einen Hintern, hart wie Stahl, beißen, und sich von ihm verwöhnen lassen...

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Bettina Andrae: Gelichter

»Ist das der Tod, also ich meine - sterben Sie jetzt? Darf ich dann Ihre Strickjacke haben? Die gefällt mir wirklich gut. Ist die aus Lammwolle? Zeigen Sie mal her.«...

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Bov Bjerg: Bericht von der Durchquerung Niedersachsens

HOLZMINDEN. Zehn Buchstaben. Oder? Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn. HOLZMINDEN. Rückwärts: NEDNIMZLOH.

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Tube: Georges Workman

»Entschuldigung. Das heißt aber Walkman«, warf ich ein. »WALK-man. Und das heißt so viel wie: Spazieren-Mann. Ist also mehr was für die Arbeitslosen da drüben.«

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Volker Strübing: Wenn ich ein Moorhuhn wäre

Blam! Fünf Zentimeter vor mir trudelte Elfriede getroffen zu Boden. Ich flatterte, was die Software hergab. Nur noch ein paar Zentimeter bis zum Bildschirmrand.

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Jürgen Witte: Ruinen

Heute müssen Menschen da leben. Bunte Markisen verzieren die Balkone. Jetzt ist es richtig häßlich.

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Hans Duschke: Drei Chinesen vor der Fahrstuhltür

Doch dann lacht Hannah über die Chinesen. Ein lustiges Volk. Na also, denke ich, multikulti kann man auch in Lichtenberg lernen.

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Dan Richter: Angeln

Der behaarte Typ war ein Wassermann und zog Uli mit rein ins Wasser, wie man das eben so kennt. Naja, dachte ich, Uli war im Prinzip schon ein netter Typ gewesen, obwohl er auch seine nervigen Seiten hatte.

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Christian Enggassner: Wege zum Ruhm

Nein, ich bin nicht direkt arm, aber es fehlt an vielem. Ist auch keine Schande, so geht es ja den meisten.

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Birgit Utz: Der König vom Camping

Wenn ich das schon höre: Zukunft, das ist doch eine Propagandalüge der SED gewesen, damit wir uns abrackern.

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Spider: Im Mastdarm der Ewigkeit

Schlagartig verstand ich, worin der Sinn des Lebens liegt. Es gilt, die Existenz an sich zu feiern, die Gegenwart, das Bewußtsein. - Aber dann war mein Bier alle.

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Hinark Husen: Wedding wird Hauptstadt

Die Zukunft hat schon begonnen. Aber, der Weddinger geht gelassen den neuen Zeiten entgegen.

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Ingo Klopfer: Kappenwerfen in Kurdistan

Steinwüsten, hohe, karge Berge und bärtige PKK-Widerstandkämpfer, schwer mit Waffen behängt, marschieren zur Musik von »Im Frühtau zu Berge wir ziehn, fallara« und werfen beim »fallara« ihre türkischen Kappen in die Luft.

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Uli Hannemann: Süss und Herb

Traurig klappen der Schirm ihrer Base-Cap und die Ohren nach unten. Noch trauriger hingen schon vorher die Haare herunter. Jetzt kenne sie den DJ nicht mehr.

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Andreas Gläser: Im Tal der Demokratie

Schade, ich war allein in Griechenland. Allein mit den anderen Touristen, die auf den ersten Bus warteten. Wir fotografierten uns gegenseitig.

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Kvara Bistroj: Der Ausländer

Neueste Ergebnisse der Salbader.-Ausländerforschung: Fremde Kulturen, die Menschen und Bräuche, kurzgefasst und rundumgeschlagen.

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Wie die anderen Recherchieren

Einer der Dienste, die sich in der Region gut auskennen, ist der BND. Seine Kompetenz wird auch dem Laien deutlich,...

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Werswer

Vollständiges Verzeichnis der Salbader-Autoren. Hier finden Sie lauter Portraits, Lebensdaten und manch liebevoll ausgewählten Link.

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Impressum 30/2001

Alle Redakteure, Salbader-Postadresse, Telefonnummer usw.

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Nummer 30
Titelbild
Vorwort
Kurznachrichten: Zeichen, Zeiten, Tage und Wunder
Horst Evers: Innere Sicherheit I Jürgen Witte: Vom Lächeln Andreas Scheffler: Wachs nicht so geschwind! Daniela Böhle: Ich bin Aktienbesitzerin Uli Hannemann: So schnell kann's gehen Spider: Schach Sarah Schmidt: Nazis stoppen Andreas Gläser: Ausziehen! Theo Fuchs: Kalter Döner Ahne: Flug LH 2231 nach Dortmund Konrad Endler: Kryptozoologen Tom Beinlich: Ich bin die Frau Bauer Horst Evers: Innere Sicherheit II Jochen Schmidt: Cindy und der Arsch Gottes Bettina Andrae: Gelichter Bov Bjerg: Bericht von der Durchquerung... Tube: Georges Workman Volker Strübing: Wenn ich ein Moorhuhn wäre Jürgen Witte: Ruinen Hans Duschke: Drei Chinesen vor dem Fahrstuhl Dan Richter: Angeln Christian Enggassner: Wege zum Ruhm Birgit Utz: Der König vom Camping Spider: Im Mastdarm der Ewigkeit Hinark Husen: Wedding wird Hauptstadt Ingo Klopfer: Kappenwerfen in Kurdistan Uli Hannemann: Süß und Herb Andreas Gläser: Im Tal der Demokratie
Kvara Bistroj: Der Ausländer
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