Vorrede
Liebe Leserin,
dies ist das erste Heft nach dem 11. September. (Es ist, dies nebenbei, auch das erste Heft nach dem 4. Oktober, nach dem 2. und 12. November und nach dem 20. Dezember.)
Warum haben wir solang gezögert, Stellung zu beziehen? Sind wir wirklich, wie unser Leser H. Broder im Spiegel zu bedenken gibt, »nichts als ein Haufen angstschweißtriefender Schleimfotzen, die nicht die Eier haben, den verfickten Mullahs mal zu zeigen, wo der zivilisatorische Hammer hängt«? Ja, das liegt durchaus im Bereich des Möglichen.
Oder liegt es vielmehr daran, daß es sich, wie Leser H. Broder im Tagesspiegel mitteilt, bei den Redakteuren des Salbader um »eine Kohorte syphillitischer Schwuchteln« handelt, die »nicht die Eier haben, den verfickten Mullahs mal zu zeigen, wo der zivilisatorische Hammer hängt«? Auch dies ist nicht ganz aus der Welt gegriffen.
Doch vielleicht stimmt auch, was unser Leser H. Broder in seiner Kult-Kolumne »1000 leckere Weichei-Rezepte« (Meine Familie & Ich) so formuliert: Er habe Grund zur Annahme, bei der Salbader-Redaktion handele es sich um »einen Stall masochistischer Kastraten«, die »nicht die Eier haben, den verfickten Mullahs mal zu zeigen, wo der zivilisatorische Hammer hängt«. Eine durchaus konsistente Argumentation. Wir selbst hätten das im Detail möglicherweise etwas anders formuliert, doch grosso modo resp. in toto müssen wir - nolens volens - unserem kritischen Leser zustimmen.
Der Salbader kostet jetzt 3 Euro 50. Das ist 15 Pfennig bzw. acht Cent billiger als bisher. Dankt einem auch niemand.
Viel Freude beim Lesen wünscht die Salbader.-Redaktion (nach Diktat desertiert)