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Artikelaktionen

34/2004

Eine Ebene höher

Der erste Salbader mit verkaufsfördernden nackten Menschen auf dem Titelblatt. Im Heft geht es ähnlich unzüchtig zu. Spider soll von Amts wegen verkuppelt werden, Bov Bjerg outet sich als ein »nach dem 12. Bier«-Schwuler und Dan Richter mimt den berliner Verbrecher in der Provinz. Auch obszön: Hans Duschkes neuer Arbeitsplatz, Andreas Schefflers Machtaneignung als Bademeister und hamburger Jungfamilien beim öffentlichen Frühstück (Uli Hannemann). Regelrecht pornographisch: Die DDR, eine längst fällige Abrechnung von Falko Hennig. Auch die Tugenden kommen nicht zu kurz: Heroismus in der Pizzeria (Horst Evers), Bescheidenheit im Geschlechterkampf (Sarah Schmidt), Kreativität bei der Schneeräumung (Andreas Kampa), Blasphemie im evangelischen Umfeld (Nils Heinrich) und Gelassenheit beim Langzeitstudium (Heiko Werning). Massig solide Beiträge zu jeder Wertediskussion, wenn man mal Zeit für sowas hat. Illustrationen von Oliver Grajewski

Vorrede

Hier spricht die Salbader-Redaktion mit ihren Lesern. Die Kunst des Salbaderns in Reinkultur. Wir lieben unsere Leser. Lieben Sie uns zurück...

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Kurznachrichten: Zeichen, Zeiten, Tage und Wunder

Die aktuellen Kurznachrichten. Ein Häuflein Häppchen, Pointen und Begebenheiten. (Für den schönen Titel bedanken wir uns beider leider viel zu früh verstorbenen Zeitschrift KOWALSKI)...

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Hans Duschke: Mein neuer Arbeitsplatz

Ich erzähl ihm den üblichen Scheiß von wegen »arbeiten wollen«, »Karriere machen«, »wie toll das Betriebsklima ist«, »interessante Tätigkeit«, »viele Menschen kennen lernen«, usw. Er zögert, mustert mich, ich mach so gut ich kann einen eifrigen Eindruck...

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Horst Evers: In Rheine

Alle sind sich einig: Dies ist das größte Ereignis in Rheine, seit Volker Schmidmann vor fünf Jahren beim Versuch seine eigene Scheune anzuzünden ums Leben gekommen war...

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Falko Hennig: Eine Lanze für die DDR

Traumberuf in diesem Land war schon für die 18-jährigen der Rentner. Der Tod schreckte nicht sehr, man war ja sowieso schon lebendig begraben...

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Sarah Schmidt: Ich bin jetzt unsichtbar

»Nö, kann ich eigentlich nicht behaupten. Grade gestern hab ich ... « Es folgte eine ausführliche Beschreibung ihrer neuen Eroberung, während der meine ganze schöne Gentheorie zusammenbrach. Scheiße!...

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Andreas Scheffler: Hallo, Herr Bademeister

Angenehme Abwechslung war es immer für mich, wenn ich für zehn Minuten den Schwimmmeister vertreten sollte, weil der mal eben zum Kühlschrank im Aufenthaltsraum wollte. Im öffentlichen Dienst wird viel gesoffen...

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Bov Bjerg: Herzkrank

Am nächsten Tag weckt mich relativ überraschend ein Herr in Uniform. »Hier haben Sie ihre Sachen zurück. Unterschreiben Sie bitte. Wissen Sie wo Sie hier sind?« Ich schüttle den Kopf. »Links raus gehtʼs zur U-Bahn.« Ich also rechts raus...

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Spider: Agenda 2050

Ich muss wieder aufs Amt zu der schlimmen Frau. Die ist immer unfreundlich – unzufrieden wahrscheinlich, mit ihrem prügelnden Mann. Die soll doch froh sein, die hat wenigstens eine Beziehung.

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Jürgen Witte: Glaubensfragen

»Klar glaub ich an was, ich glaub an Geld!« sagt der andere. »Reichtum! Luxus! Das ist es, woran ich glaube!«...

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Heiko Werning: Langzeitstudent

Er sieht immer noch aus, als stünde er nur Monate vor der Pensionierung. Bin beeindruckt, wie gut er sich gehalten hat...

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Uli Hannemann: Hamburger Frühstück

»Weißte«, hat der nette junge Mann gesagt und dabei sehr reif und nachdenklich an seinem Malzbier gesogen, »weißte – ist nicht böse gemeint. Sind halt andere Zeiten jetzt. Mach's gut, ne!«

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Hinark Husen: Germanistik in der Geisterbahn

In meinem Abteil saßen vier Balkan-Grufties. Klingt vielleicht blöd, aber wie sollte ich diese Truppe sonst beschreiben. Alle in schwarz gekleidet mit zum Teil ebensolch gefärbten Haaren, unterhielt sich das Quartett in einem Kauderwelsch aus Deutsch und Serbokroatisch.

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Daniela Böhle: Besuch von meinen Enkelkindern

»Ist ja irre! Einen Tag, haha, da kann man ja gleich persönlich hingehen!« - »Stimmt, wir haben uns eigentlich regelmäßig persönlich getroffen.«

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Dan Richter: Der Weg zur Tugend

»Scheiße! Scheiße! Jetzt ham mich die Bullen. Scheiße, jetzt komm ich in den Knast. Anton, warum hast du diesen Berliner Ganoven hierhergebracht? Scheiße! Jetzt hamse mich am Arsch!«

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Andreas Kampa: Winterdienst

»Warum machst du keinen Halbmond? Hast du was gegen Türken?« - »Nein.« - »Aber in Marzahn hast du Hakenkreuze gemacht.« - »Hab ich nicht.« - »Mehmet sagt, in Marzahn sind Hakenkreuze.«

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Ahne: Wie ich als Asserirdischer fast mal ins Gefängnis musste

Da hatte ich aber Glück, dass, als ich da am Alex an dem langsamsten Fahrkartenschalter der Welt mich zurückmeldete, dass da, ausgerechnet am mit Abstand langsamsten Fahrkartenschalter der Welt auch gleichzeitig die mit Abstand netteste Fahrkartenschalterfrau der Welt arbeitet...

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Andreas Gläser: Was macht eigentlich Heintje?

Stolz und Scham sind das Ying und Yang meiner Spaziergänge. Soll ich meine angemessene Reaktion unterdrücken, wenn mir ein pubertierender Sozialfall entgegengeschossen kommt? Gemessen an meinen Rachephantasien, bin ich mit Heintje liebevoll umgegangen.

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Robert Rescue: Inkasso

»Ach ja? Hannes, du bist echt ein Vollidiot. Auf der Straße unterhält man sich über Gott und die Welt, über neue Partnerschaften oder Jobs, über Sport oder lästert über gemeinsame Bekannte, aber man unterhält sich nicht darüber, ob man Rechnungen bezahlt hat oder nicht.«

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Nils Heinrich: Die blasphemische Bärbel

»Weißt Du, lieber Herrgott, bitte verzeih, dass ich zur Zeit richtig schlechte Gedanken habe. Lieber Herrgott, ich weiß, dass Du unfehlbar bist. Aber manchmal denke ich, Du hast echt den Arsch offen. Ja!«

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Jürgen Witte: Salbader Worterklärung

Der Salbader erklärt Wörter - heute mal Aldisieren...

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Robert Naumann: Wie ich einmal mit einer betrunkenen Obstfliege Tacheles geredet habe

Die Obstfliege krabbelt mühsam an meinem rettenden Finger hoch, ihre Bewegungen sind unkoordiniert. Aus ihren roten, geschwollenen Augen schaut sie mich verzweifelt an, dann kotzt sie auf den Küchentisch...

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Spider: Telefonzellen für Alle!

Resignierend verstaut er das Taschentelefon in einem Köfferchen. Da sind nur: viel Papier, Rechnungen sicherlich, eine Zeitung, wahrscheinlich sein Bett, und ein Apfel, die liebe, vom eigenen Munde abgesparte Gabe seiner buckligen Mutter...

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Kvara Bistroj: Der Ausländer

Neueste Ergebnisse der Salbader.-Ausländerforschung: Fremde Kulturen, die Menschen und Bräuche, kurzgefasst und rundumgeschlagen.

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Werswer

Vollständiges Verzeichnis der Salbader.-Autoren der Salbader.-Ausgabe Nummer 34. Hier finden Sie lauter Portraits, Lebensdaten und manch liebevoll ausgewählten Link...

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Impressum 34/2004

Alle Redakteure, Salbader-Postadresse, Telefonnummer der aktuellen Ausgabe 34/2004.

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