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Artikelaktionen

35/2005

Eine Ebene höher

Die Langzeitfolgen der Pubertät: Ein Kind (H. Evers), Johnny Cash (F. Hennig), Schamhaare (N. Heinrich), Vaginamonologe (J. Schmidt), kommunikative Behinderungen (J. Witte), dralle Kindergärtnerinnen (U. Hannemann), ambivalente Abenteuerlust (P. Janicki), massive Büchereiphobien (Lillebjörn) und eine spontane Unterrichtseinheit über Neurodermitis (S. Zeisig). Damit duerfte das leidige Thema dann endgültig erledigt sein. Andreas Scheffler berichtet hingegen von einem Kornbrand, der unscheinbar daherkommt. Ähnlich unscheinbar, eine Dame, die Hinark Husen nächtens besucht und gänzlich unscheinbar, die Stunde der Revolution in den Einkaufsarcaden an der Schönhauser Allee (Bov Bjerg). Ganz und gar nicht unscheinbar: Die Allmacht der Zeichen und Zahlen (Ahne), eine Gebärmutter im Frischhaltebeutel (A. Dreppec) und zwei Bäuche, wenn sie unvermittelt aufeinander treffen (H. Werning). Daniela Böhle guckt zu Hause Käfer. Sarah Schmidt ist diesmal für die Wirtschaft zuständig und fragt, was ist, wenn der Markt das so nicht mehr hergibt. Erstmals Rupprecht Mayer und auch Christian - »Kinder, die keine Drogen vertragen müssen Berufe lernen.« - Barthel. Illustrationen von CX Huth.

Vorrede

Hier spricht die Salbader-Redaktion mit ihren Lesern. Die Kunst des Salbaderns in Reinkultur. Wir lieben unsere Leser. Lieben Sie uns zurück...

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Kurznachrichten: Zeichen, Zeiten, Tage und Wunder

Die aktuellen Kurznachrichten. Ein Häuflein Häppchen, Pointen und Begebenheiten. (Für den schönen Titel bedanken wir uns beider leider viel zu früh verstorbenen Zeitschrift KOWALSKI)...

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Horst Evers: Ein Tag in Berlin

Kann immer noch nicht einschlafen. Hole die Tastatur ins Bett und lege die Nase drauf. Schlafe sofort ein. Endlich...

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Christian Bartel: Advent

In Deutschland reicht es der Bundesregierung, wenn sich die Arbeitslosen in den warmen Luftschwall vor den Kaufhaustüren stellen, der nach nassen, aber aufgewärmten Mänteln riecht...

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Andreas Scheffler: Als echter Gütersloher

Ich setzte mich, und der Hausherr holte eine frische Flasche Echter Gütersloher aus der Anrichte, ein klarer Kornbrand, der unscheinbar daherkommt, einen aber plötzlich und unerwartet zu einem Pflegefall werden lässt...

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Heiko Werning: Baucheln mit Bernd Begemann

Ich bin nicht funky. Ich will gar nicht funky sein. Funkigkeit interessiert mich nicht. Ich will auch nicht tanzen...

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Sarah Schmidt: Wenn der Markt das so nicht mehr hergibt!

Erst den tausenden von Dieben das Leben schwer machen und sich dann wundern, wenn niemand mehr kommt...

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Uli Hannemann: Für immer und ich

Wir würden Freunde bleiben. Es war nicht ihre Schuld – Freiheit, Sex und Unverbindlichkeit sind nun mal die Pestbeulen der Metze Europa und sie war doch auch nur ein Kind ihrer Zeit...

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Robert Naumann: Linsensuppe

»Mann«, beschwerte ich mich, »für so was hat Esau sein Erstgeburtsrecht verkauft!« - »Ja, weil er Hunger hatte«, meinte meine Frau...

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Jürgen Witte: Meine mannigfaltigen Behinderungen - Teil 3

»Na ja, ich kann mich ja mal anstrengen.?« Das hätte ich nicht sagen sollen. Ich wußte es...

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Hinark Husen: Besuch der jungen Dame

...um ihn ein bisschen zu ärgern, drückte ich zunächst die Gegensprechanlage: »Wer klingelt so spät bei Nacht und Wind?« Nach zwei oder drei Bieren werde ich auch mal poetisch...

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Ahne: 10 + 5 = Gott

Im letzten Jahr war in dem Weihnachtskalender am 9. Dezember gar nichts drin. Dafür in den anderen 23. 23, die 23! Auch eine dieser mysteriösen Zahlen und, siehe da, ich bekam pünktlich an Silvester fürchterliche Zahnschmerzen, die nur dadurch auszuhalten waren, dass ich 9 Bier ungefähr trank...

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Bov Bjerg: Die Stunde der Revolution war nur fünf Minuten lang.

»Plötzlich« geht alles ganz schnell. Aus der Richtung vom Heimwerkermarkt piept ein lautes Piep-Piep-Piep, einer ruft: Stehen bleiben! Einer ruft: Jetzabermalstehnbleimhier! ...

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Spider: Science Fiction

Bleibe stehen und sehe dem Rollkommando der Hannelore Kohl-Stiftung zu, wie sie Kindern, die ohne Fahrradhelm unterwegs sind, die Schädel einschlagen. Verdammt harte Arbeit...

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Falko Hennig: Entjungferung bei Johnny Cash

»Erdbeerwoche« sagte Kurt Brückner, wenn Mädchen aus der Klasse ihre Tage hatten: »Bei der ist Erdbeerwoche«...

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Jochen Schmidt: Vaginamonolog

Ein ewiger Widerspruch, der Blick des Beobachters zerstört das Beobachtete. Von teilnehmender Beobachtung wusste ich noch nichts...

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Nils Heinrich: Die Kampfreserve der Partei

Wir sahen aus wie hilfsschwule Leichtmatrosen mit einem Faible für den Modeschöpfer Fidel Castro. Keiner von uns hatte Lust, einen Staat zu verteidigen, der einen so scheiße aussehen lässt...

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Rupprecht Mayer: Ja, die Callas

Jetzt fangen die schon an, die Geräusche vom Publikum von den alten Platten zu löschen. Die werden einfach durch den Computer geschickt, heißt es...

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Peter Janicki: Die Fünf Freunde und Ich

Abenteuer kommen schließlich immer zu Abenteurern. Mich zog das schon immer runter, denn so Abenteuer, wie die Fünf Freunde sie erlebten, erlebte ich nicht...

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Daniela Böhle: Mitbewohner Tagebuch.

Wenn ich mich flach vor einem der kriechenden Käfer auf den Boden lege und ihn lang und intensiv ansehe, wechselt er die Richtung...

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Stephan Zeisig: Neurodermitis

»Na, Judith? Mal los! Nicht so maulfaul! Manche denken ja, diese Krankheit kommt davon, dass man sich nicht so oft wäscht. Wie ist das bei Dir? Wäschst Du dich? Ich hab gehört, eher nicht so oft.«...

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Lillebjörn: An Bord der Otto Ebsen

»Kapitän Backbart ließ die Rahsegel setzen. ›Kurs auf Madrid!‹ rief er. Da fiel eines der Rahsegel herunter. Es lag über den Schultern von Jungfer Martje und schützte sie vor dem kalten Nordwind.«...

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Frank Sorge: Barkasse

Junge Schwiegersöhne in blauen Anzügen, die Zeugen Jehovas der privaten Bankwirtschaft...

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Alex Dreppec: Wie meine Tanta verhaftet wurde, weil sie meiner Oma Gebärmutter in der Kühlbox hatte

Sie haben jemanden geholt, der sich noch besser auskennt, der hat gesagt: »Das ist vom Menschen!« Tante wurde festgenommen...

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Horst Evers: Stade

»Guten Tag, ich möchte gerne nach ähm…« - »Mensch Heinz, ich weiß doch wo du wohnst.« Das Taxi fährt los. Ich will was sagen. »Ääääh, bpffrf…«...

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Robert Naumann: Schweinebaumeln in der U2

Liebes Becks, bitte lass mich jetzt nicht im Stich. Die Gelegenheit ist günstig. Der Kontrolleur wischt sich verdautes Faschistenbier aus dem Gesicht...

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Kvara Bistroj: Der Ausländer

Neueste Ergebnisse der Salbader.-Ausländerforschung: Fremde Kulturen, die Menschen und Bräuche, kurzgefasst und rundumgeschlagen...

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Werswer

Vollständiges Verzeichnis der Salbader.-Autoren der Salbader.-Ausgabe Nummer 35. Hier finden Sie lauter Portraits, Lebensdaten und manch liebevoll ausgewählten Link...

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Impressum 35/2005

Alle Redakteure, Salbader-Postadresse, Telefonnummer der aktuellen Ausgabe 35/2005.

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