36/2006
Eine Ebene höher»Wir waren auf Gewalt einfach schlecht vorbereitet«, konstatiert Ahne, Bov Bjerg legt nach, findet weitere Belege für »den neue Trend zum Wahnsinn« (Spiegel Online) und Uli Hannemann ahnt sogar warum: »Wir Discountkreaturen haben einfach ein schlechtes Gedächtnis.« Jochen Schmidt stellt die Frage nach den Überlebenschancen einer nachwachsenden Generation und Sarah Schmidt merkt an jedem 20. April, dass ihr Geburtstag leider schon anderweitig vergeben ist. Heiko Werning rüttelt mit Kaffeepaketen an der Westseite des Eisernen Vorhangs und Jürgen Witte erklärt, warum wir alle lächelnd in die Zukunft gehen werden. Neben vielen neuen Geschichten der üblichen Verdächtigen erstmals in diesem Salbader: Raeto Meier, Volker Surmann, Jochen Weeber und Anselm Neft. Kometen-Cartoons vom Meister F. W. Bernstein.
Vorrede
Hier spricht die Salbader-Redaktion mit ihren Lesern. Die Kunst des Salbaderns in Reinkultur. Wir lieben unsere Leser. Lieben Sie uns zurück...
Kurznachrichten: Zeichen, Zeiten, Tage und Wunder
Die aktuellen Kurznachrichten. Ein Häuflein Häppchen, Pointen und Begebenheiten. (Für den schönen Titel bedanken wir uns beider leider viel zu früh verstorbenen Zeitschrift KOWALSKI)...
Horst Evers: Die Zeit heilt alle Wunden
Das Geheimnis aller Verwaltung und Organisation befindet sich im Warteraum der Notaufnahme des Krankenhauses von Pforzheim in Baden-Württemberg...
Sarah Schmidt: Faschismusverdacht
»Frau Schmidt, das haben sie aber prima hinbekommen. So ein blondes, blauäugiges Mädchen und das auch ausgerechnet an Führers Geburtstag.«...
Heiko Werning: Hilferufe von drüben
Mit derselben Strenge, mit der wir den östlichen deutschen Staat negieren mussten, mussten wir ihn gleichzeitig füttern...
Andreas Scheffler: Scheiße im Gesicht
»Hab ich Scheiße im Gesicht? Ey, Alter!« - Was soll ich dazu sagen? Ich gehe wortlos weiter...
Jürgen Witte: Lächeln II
Lächeln verfälscht die Biometriedaten des Gesichts. Wer lächelt, bescheißt die Polizei. Der Polizeistaat möchte gern Verbrecherfotos...
Bov Bjerg: Bewiesen - Welt verrückt, Flash böse
Ich hatte alles erledigt. Das Internet war gelöscht, Arbeitsplätze geschaffen, der Irrsinn zu Teilen leidlich zerwitzelt...
Jochen Schmidt: Kinderkreuzzug
Die Kindheit war eine Klippe, die man umschiffen musste. Es gab keine Patentlösungen, wie man diese Zeit überleben konnte...
Ahne: Heraus zum 2. Mai
›Nie wieder sinnlose Produkte‹, ›Rationalisierung jetzt!‹, ›Kein Schweiß für Geld‹. Von Tokio bis nach San Francisco wird der 2. Mai ein Feiertag werden...
Frank Sorge: Gockeln und Dolden (Wenn man verliebt ist)
Am nächsten Morgen kommt dann der Hunger, und es gockeln die ersten Dolden...
Tube: Untypischer Tagesbeginn an einem Montag
Ich träume meinen Lieblingstraum: Wo war ich stehen geblieben? Ich kann mich an nichts erinnern. Ich fang noch mal von vorne an....
Robert Rescue: Ein Mann im Fokus wissentschaftlicher Forschung
»Über Horst in seiner gewohnten Umgebung – Bahnsteig U 8 am U-Bahnhof Hermannplatz«...
Daniela Böhle: Wäre ich Asiatin, könnte ich sie wenigstens essen
Wenn es nur Hunde gäbe und keine Menschen und das große Problem sind natürlich die Menschen der Hunde und nicht die Hunde selbst, aber das lässt sich schwierig denken, wenn gerade ein Hund neben einen kackt...
Dan Richter: Sebastian Kritzokat
Hiermit möchte ich Ihnen mitteilen, dass sich Sebastian heute wieder ziemlich rüpelhaft gegenüber seinen Mitschülern verhalten hat....
Raeto Meier: Für drei Gläser Cognac
Wieder mal arbeitslos und ausgesteuert, kämpfte ich täglich um mein Brot und war immer dankbar für einen zusätzlichen Nebenverdienst...
Hinark Husen: Im Job-Center Sickingenstraßen
Der Adel erfüllt gerade heute seine gesellschaftliche Funktion: Er bringt uns zum Lachen, sei es durch Debilität oder Arbeitslosigkeit...
Theo Fuchs: Industrielles Röntgen
»Mir kann da nix passieren, meine Nudel ist schon vor Jahren abgefallen.«...
Robert Naumann: Wie ich mal keine Salamistulle gegessen habe
Die Tiere tun mir schon leid. Aber sie schmecken...
Volker Surmann: Dieser Text wurde polizeilich angeordnet
Das ist doch ein Ansatzpunkt! - Das angebissene Käsebrötchen enthält mit Sicherheit DNA-Spuren!...
Spider: Mein Kind ist vierzehn
So langsam verstehe ich, warum die Männer früher die Windeljahre ihrer Kinder in der Kriegsgefangenschaft abgewartet haben...
Jochen Weeber: Hinterm Fliederbusch
»Grillnachmittage in Neubaugebieten, das sind Gemeinschaftsprojekte, die einen positiven Einfluss ausüben auf die sich im Zerfall befindlichen familiären Strukturen«...
Nils Heinrich: Der Pinguin vorm Kino
›Außerirdische Mutantenpinguine versus dem Godzilla seinen großen Bruder‹...
Jürgen Witte: Ultimative Menschen
...nachts um eins, an dieser Tankstelle womöglich, geschart um einen Sechserträger Kindl oder Schultheiss, das intellektuelle Zentrum von Steglitz...
Anselm Neft: Erleuchtet für einen Tag
Gott ist die Antwort. Numen. Numen! Ich sag es euch! Buddhi Shakta Mukti Prakriti! Sternenstaub. Der Kitt des Alls!...
Horst Evers: Ein Betrag zur Besinnlichkeit
»Hallo Horst, hier ist Peter. Ich wollt nur mal fragen, was machst du eigentlich Weihnachten?«...
Andreas Scheffler: Und - die Mücken?
Die finnischen Mücken sind klug und geschickt. Die finnischen Kinder haben bei der Pisa-Studie ja auch am besten abgeschnitten...
Robert Rescue: Filmkritik modern
Action: 12 Minuten, Humor: 4 Minuten, Spannung: 47 Minuten, Erotik: 0 Minuten, Dialog: 41 Minuten, Sonstiges: 17 Minuten....
Bov Bjerg: Unistädte
»Nein, Mama, das ist eine ganz spezielle Art der Germanistik (Stadtplanung / Sozialarbeit / Elektrotechnik). Das kann man nur in Berlin studieren.«...
Kvara Bistroj: Der Ausländer
Neueste Ergebnisse der Salbader.-Ausländerforschung: Fremde Kulturen, die Menschen und Bräuche, kurzgefasst und rundumgeschlagen...
Werswer
Vollständiges Verzeichnis der Salbader.-Autoren der Salbader.-Ausgabe Nummer 36. Hier finden Sie lauter Portraits, Lebensdaten und manch liebevoll ausgewählten Link...
Impressum 36/2006
Alle Redakteure, Salbader-Postadresse, Telefonnummer der aktuellen Ausgabe 36/2006.